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TRANSFIGURATION, TRANSFIGURATIO, MEDIALE TRANSFIGURATION
Als ich meine erste bewusste Transfiguration erlebt habe, hat sich die Seele eines alten Gelehrten in dem Gesicht von einem Bekannten, überwiegend feinstofflich als Bild-Overlay oder Bildüberlagerung gezeigt. Wir haben keine Séance abgehalten, sondern einfach, während es draußen langsam dunkel wurde, über Wissenschaft geredet, ohne dass sich seine Seele direkt in das Gespräch einbrachte.
„Trans“ kommt aus dem lateinischen Wort „transferieren“ und „Figuration“ bzw. „Figurare“ ist ein Zustand der Verwandlung als bildhafte Übertragung der erkennbaren Gestalt. Auch während Channelings entwickeln sich oft solche Gesichtszüge und Körperbewegungen, vergleichbar mit einem wahrnehmbar persönlichen Abbild über einem Menschenmedium, als bewegliche Konturen mit hervortretenden Lichtwirkungen. Dieses geschieht, weil sich die Qualität der Energien verbindet und miteinander eine Realität aufbaut, um gesehen zu werden.
Das körperliche Erscheinungsbild tritt feinstofflich mit oder über dem voll physischen Körper hervor wie eine Art Paralleleinblendung. Dabei entsteht in der Séance eine bildlich gesprochene Plattform, auf der geistige Wesenheiten eine Verwandlung ihres äußeren Erscheinungsbildes wie eine Szene auf einer zweidimensionalen Oberfläche als Séancekraft mit verlaufen lassen. Und je nach medialer Begabung werden dabei eine dämmrig-grau-blaue Gesichtsüberlagerung, erweiterter Auraschein, Mimik sowie körperlicher Ausdruck transparent wahrgenommen.
Ebenfalls findet man diesen Begriff in der Theologie, Soziologie, Literatur, Kunst und Musik wieder. Sehe dazu auch Außersinnliche Wahrnehmung, Medialität, Mentalprojektion, Das Selbst, Lichtwesen, Séance, Polarität, Manifestation, Materialisation, Channeln, Aura und Bilokation.